Archiv der Kategorie: Leserecke Jan 2017

die deutsche Tech-Elite „flüchtet“ ins Silicon Valley

Hallo Rudolf,
 
By the way: hier noch ein link zu einem Beitrag in der ARD aus dem Januar, falls Du ihn nicht gesehen haben solltest (blogthema..):
 
(NN)
Veröffentlicht am 17.01.2017

„Fehlende Risikobereitschaft, mangelndes Vertrauen in die Kreativität – die deutsche Tech-Elite „flüchtet“ ins Silicon Valley. 50.000 Deutsche leben mittlerweile im Tal der Zukunft. Viele arbeiten an den Schaltstellen bei Google und Co“

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Politik, Volksabstimmung, Petitionen übers Netz

Moin Rudolf,

auch eine Ausprägung von IT und künstlicher Intelligenz, die sich mehr und mehr verbreitet: Organisationen und Protestbewegungen, die sich das Netz und die Einfachheit der Handhabung zur kurzfristigen Mobilisierung von Stimmen nutzbar machen.

Beispiel, was man so alles für Aufforderungen bekommt,  nachstehend:

—————

„Hallo,

Donald Trump ist auf Klimakiller-Kurs: Kaum im Amt, hat er den Weg für eine Mega-Pipeline freigemacht, die Barack Obama nach Protesten gestoppt hatte. Das Projekt würde täglich so viel Klimagase verursachen wie 30 Kohlekraftwerke.

Zurzeit blicken wir oft geschockt und machtlos auf die radikale Politik des neuen US-Präsidenten. Doch in diesem Fall können wir unseren amerikanischen Freund/innen tatsächlich helfen: Denn die bayerische Landesbank unterstützt das Projekt mit 120 Millionen Dollar – zweifelt inzwischen aber an dem Geschäft.

Mitte Februar fällt die Entscheidung über den Kredit. Ich habe gerade einen Eil-Appell an den Vorstand der BayernLB unterzeichnet, die Pipeline nicht zu finanzieren. Unterzeichne auch Du den Campact-Appell:

https://www.campact.de/BayernLB „

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(NN)

Leo: Ja, diese Petitionsplattformen schießen auch stark aus dem Boden. Jeder, der Politik machen will und Einfluss nehmen, kann dies auch relativ einfach über diese Methodik. Es ist auch zu verführerisch, eine große Zahl an Leuten dort „abzuholen“, wo sie sich am liebsten befinden: im Wohnzimmer auf der Couch beim Surfen. Da muss man nicht zu politischen Veranstaltungen, um sich ein Bild zu machen, Probleme und Lösungen zu diskutieren.
Anfangs erschien mir das auch eine gute Sache und zur weitergehenden Demokratisierung und zu politischem Bewusstsein beizutragen, aber je mehr das freie Netz verkommt zum Tummelplatz von manchmal obskuren Personen und abartigen Zielen, je ununterscheidbarer News von Fake News werden, desto zurückhaltender werde ich in der Nutzung und meiner Einschätzung. Man kann Wahrheit und Lüge nur mehr bedingt auseinanderhalten. Vor kurzem wurde mir bekannt, dass z. B. die Likes auf Facebook nicht nur vieles verraten über den like-Setzer, sondern, dass es zwischenzeitlich käufliche „digitale, intelligente Helferlein“ gibt, die likes setzen wo man das möchte oder braucht, um z. B.  ein Facebook Star zu werden (mittels Fake Accounts ist es kein Problem, solche Programme „für sich“ arbeiten zu lassen). Das World Wide Web ist ziemlich krank und kaputt; es wäre dringend an der Zeit, ein neues, alternatives aufzuziehen. Einige Gruppierungen arbeiten auch schon daran. Doch wo bleiben europäische, deutsche Initiativen dabei?

mehr Lesen? weiterführende Links: Stichwort Social bots und neues Internet

Sicherlich ist es richtig, sich möglichst seine eigene Meinung und das am besten vor Ort des Geschehens zu bilden.
Gestaltet sich beim Thema des Baus einer Ölpipeline in Nordamerika allerdings recht aufwendig….
Eine grundsätzliche Skepsis gegenüber derlei Anbietern ist nach meiner Meinung angebracht, allerdings darf man diese Skepsis offenbar auch auf alle Medien incl. vermeintlich seriöser ausdehnen.

Ganz besonders ist Skepsis gegenüber Aussagen Politiker aller Farbschattierungen angebracht. Hier werden Aussagen und Handlungen allerdings aus meiner Sicht erstaunlicherweise weitaus weniger in Frage gestellt trotz erheblich gravierenderer Auswirkungen.
Wie erklärt sich das?

Ist es vielleicht einfach „einfacher“, eine Bewegung im Internet als spam, links, rechts oder in irgendeine andere verteufelte Ecke zu stellen, als die Lauterkeit seit Jahren vermeintlich „etablierter“ Parteien, Politiker, Zeitungen oder Fernsehsender in Frage zu stellen?    

Wäre ja toll, wen man ein Internet schaffen könnte, das frei von fake news oder sonstigen Tricksereien sein kann. Ist so etwas möglich?

(NN)

Weil Du nach konstruktiver Kritik zu deinem Blog fragst:

Grundsätzlich alles auf schwarzem Hintergrund statt wie gewohnt auf Weiss zu schreiben ist vielleicht Geschmacksache und Du wirst Dir dabei etwas gedacht haben.

Womit ich persönlich Schwierigkeiten im Schriftbild habe sind die vielen unterschiedlichen Farben und zudem einiges fett zu schreiben. Ich kann da keine Systematik erkennen (vielleicht bin ich auch zu blöd) und es verwirrt mich eher. Was ist Überschrift, was ist link, was ist Text unter Überschrift, was ist ein neues Thema.

Ein weiterer Hinweis: wir haben vor einigen Jahren den Bezug des Hamburger Abendblattes in der Printversion eingestellt, weil es einfach zu spät geliefert wurde und mir die Zeitung am Abend nichts mehr nutzt.

Da ich über eine App während meiner Fahrt in der U-Bahn auf verschiedene andere Blätter (FAZ, Süddeutsche, Handelsblatt etc.) zugreife, habe ich auf die E-Version des HA verzichtet. Somit funktionieren die links im Text auf Artikel des HA nicht, da ich kein Abonnent bin und die Texte somit nicht einsehbar.

 Zu Deinem blog passt vielleicht folgender Filmbeitrag auf NTV:

https://www.youtube.com/watch?v=MzBnvhdgWGk

 Vielleicht findest Du dafür Zeit.
(NN)

Leo: Designverbesserung sind die meisten -wie angeregt- weitgehend umgesetzt. 
Daß die HA-links nach ein paar Tagen nicht mehr funktionieren, da das HA die meisten ihrer zunächst vollständig lesbaren Artikel auf ein kostenpflichtiges Archiv oder nur für Abonnenten zugängliches Archiv verschiebt, ist mir auch schon aufgefallen. Ich werde versuchen, die links so zu setzen, dass sie auf Seiten verweisen, die nicht kostenpflichtig sind oder werden. Also auf andere Medien, die die Meldung ähnlich bringen oder besser: auf die Quellnachrichten der Artikel, die einen noch tieferen Einblick geben.

Hallo Rudolf,
 
Klasse das neue outfit!!!
Muss gestehen, ich hatte bei meiner mail offenbar vorher nicht zeitnah in den blog geschaut, sorry.
Eine ausführlich Lesermeinung für die Leserecke folgt noch.
(NN)

Professor Dr. Manfred Spitzer

Hallo Rudi 

habe mich wieder einmal bei M.Spitzer umgesehen und diese interessanten Vorträge gefunden.

Viel Spaß beim anschauen : https://youtu.be/9SrVF9vXHyU
….
(NN)

Leo: Ich finde, man sollte sich das durchaus ansehen und anhören, was Manfred Spitzer zu sagen hat. Auch über seine Aussagen nachzudenken, ist sicher angebracht. Auch besitzt er ein hohes Renommée. Mein Aber: ich schrecke prinzipiell vor Leuten  etwas zurück, die die extremen Positionen besetzen, also die Maschinenstürmer, die Verteufler der Technik auf der einen Seite genauso wie die verherrlichenden Technikverliebten, absolut positiven Wundergläubiger. Beide Lager werden letzten Endes falsch liegen. Prinzipiell denke ich, dass wir die Internetisierung, die Digitalisierung dieser Welt nicht stoppen oder umkehren können. Sie wird uns wunderbare Dinge, großen Fortschritt bringen, aber auch größere Gefahren, ja auch reale Unfälle und Fehlentwicklungen. Was wir aber tun können, ist, Einfluss nehmen auf den Weg und die Begleitumstände. Und da kann jeder einzelne was tun, wenn er aktiv sich einbringt und seine Zuschauer-, seine reine Konsumentenrolle verlässt.

Hallo Rudi,

Das neue Gesicht des Blogs schaut gut aus, Glückwunsch!

habe mir heute div. Videos/Beiträge über das Gehirn von Manfred Spitzer angesehen. Es ist erschreckend, was die Medien/Politiker mit den Kindern antuen. Er ist schon fast der einsame Rufer in der Wüste. Wenn das stimmt, was er sagt und mit div. Studien angeblich belegen kann, dann züchten wir uns in den nächsten Jahren eine Gesellschaft von Zombies heran.
(NN)

ERFINDUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT: REVOLUTION DER ROBOTER

…. und noch kurze Zeit eine erschreckende These zum Thema Robotik auf N24
Empfohlen von TVTODAY heute | 21:05-22:05 | N24
Bestimmt findest du dies auch in der mediathek. Unbedingt anschauen. Unbelievable.
Leo: Ja, vielen Dank an die Leserin! Ich habe diese Doku heute in der N24 Mediathek gefunden und sie mir angesehen, ich kann sie nur empfehlen. Diese 45 min Doku führt uns eine mögliche nahe Zukunft vor. Dramatische Veränderungen für den Menschen lassen schauern. Roboter an der Grenze zur Ebenbürtigkeit zum Menschen. Sie werden Bewusstsein, vielleicht ein anderes als unseres, entwickeln. Wenn sie uns in Sachen Intelligenz nicht vielleicht sogar überflügeln. Die Technische Singularität kommt näher. Nur, was dann?
Dieses Thema der Singularität wird uns noch mehr beschäftigen, auch auf diesem Blog.
Der Leser möge sich selbst ein Bild machen. Wer die Sendung auf der Mediathek nicht versäumen will, sollte sich beeilen. Der Film steht noch 28 Tage zur Verfügung.
Zu diesem Themenkomplex gibt es auch eine Vielzahl empfehlenswerter Literatur. Ich werde demnächst einen speziellen Beitrag auf der BÜCHERSEITE einstellen.

Trailertext:

Was macht den Unterschied zwischen Mensch und Maschine aus? Die Erforschung unseres Gehirns schreitet stetig voran. Neben der Medizin profitiert auch die Roboter-Technologie von deren Erkenntnissen, die komplexen Strukturen des menschlichen Verstands dienen ihr als Vorbild. Welche Vorteile könnte diese Technik für unseren Alltag bedeuten? Golden Globe- und Emmy-Gewinner James Woods klärt auf, ob sich unsere physischen Fähigkeiten durch elektronische Implantate optimieren lassen.

Habe einzelne Filmclips von James Woods auch auf YouTube entdeckt; wenn mich nicht alles täuscht, ist dieser Zusammenschnitt auf N24 schon 3 Jahre alt.

Filter Lesung als „zweite Chance“

Hallo Rudolf,

nun – am fortgeschrittenen Sonntagabend – habe auch ich es endlich mal geschafft, einen „Kurzbesuch“ bei ENDSPIEL: FILTER-LESUNG zu machen. Die Seite hat mich schlichtweg „erschlagen“. Ich kann mir momentan nur schwer vorstellen, wie ich gegen die Artikelflut anlesen soll (zumindest im Moment noch nicht).

Meine erste Erkenntnis aus den angebotenen Artikeln: Sonntagabend ist der total falsche Zeitpunkt für einen Erstbesuch dieser Seite.

Zweite Erkenntnis: digitaler „Fortschritt“ betrifft viel mehr Gebiete, als ich bisher gedacht hätte. Das Abendblatt beziehen wir ja auch (noch), aber mir gefällt diese Zeitung grundsätzlich nicht, weil sie viel zu oft meint, in ganz bestimmte Richtungen politisch Stimmung machen zu sollen. Dementsprechend habe ich auch diese Artikel nicht gelesen, die FILTER-LESUNG ist also sozusagen eine „zweite Chance“. Zugriff auf die Zeit habe ich seit meinem Studium nicht mehr.

Auch ich stehe dieser schönen neuen digitalen Welt überaus kritisch gegenüber. Natürlich gibt es auch positive Seiten (z.B. war es sicherlich niemals einfacher, sich umfassend zu unendlich vielen Themen zu informieren), aber trotzdem überwiegen für mich deutlich die Punkte, von denen ich nicht weiß, was eine digitale Aktivität meinerseits für Konsequenzen durch andere Seiten nach sich ziehen könnte … (und deswegen „weigert“ sich mein Unterbewusstsein wahrscheinlich seit Jahren, dass ich mein Smartphone in dem Umfang benutze, wie es „sich gehört“, was dazu führt, dass ich es ständig zu Hause vergesse, oder – wenn ich es nicht vergesse – mit großer Wahrscheinlichkeit der Akku leer ist …).

Auf jeden Fall befindet sich der Link zu deiner Seite – für den jederzeitigen schnellen Zugriff – jetzt in meiner Lesezeichen-Symbolleiste.

….

Leo: Vielen Dank! „Zweite Chance“ finde ich gut. Ich werde mich bemühen, stets an der Lesbarkeit und Reduzierung der Informationsflut flexibel zu arbeiten.

Für die Bücherliste …

lese ich gerade passend zu diesem Beitrag im Blog:

“ WAZ zum Thema Drohnen: eine CM fliegt in das Zielgebiet, wirft ein paar hundert intelligente Minidrohnen (Hummelgröße) samt Gesichtserkennung ab, die genau “den“ Feind suchen, finden und ihm z.B. Anthrax in die Nase sprüht.”

ZERO von Marc Elsberg (Roman)

Die ersten Seiten schildern ein “Pseudoattentat” auf den US-Präsidenten mit Mini-Drohnen, die nur per Video die Schrecken der Präsidentenfamilie und die Machtlosigkeit der Sicherheitsmannschaft in YouTube übertragen, um alle zu blamieren.
(Leser-Mail, 15.1.2017)

Leo: vielen Dank für den Hinweis! Marc Elsberg ist ein gutes Beispiel für immer mehr Autoren, die unsere Blogthematik als Basis für ihre Prosawerke heranziehen. Ich habe Elsbergs bisher erschienenen drei Romane mit großem Interesse gelesen und war  erstaunt, wie nahe an der Gegenwart seine SF-Visionen sind. Vor kurzem konnte ich den Autor bei einer Lesung in Hamburg erleben. Da berichtete er über seine eigene Verblüffung, wie schnell seine Zukunftsprojektionen doch im gegenwärtigen Alltag erscheinen.
Ich werde auf der BÜCHERSEITE noch ausführlicher auf Elsberg und andere (wie z.B. Daniel Suarez) eingehen.