Archiv der Kategorie: Robotik

Künstliche Muskeln mit Riesenkräften

„Forscher der Columbia University konnten einen synthetischen Muskel realisieren , der das Tausendfache seines eigenen Gewichts anheben kann.“…

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Leo: Die Muskeln werden mit 3D-Druckern gedruckt. Die Herstellung des modernen Frankenstein nimmt Fahrt auf. Nach der Nachbildung des Denkens und des Geistes geht es auch um Knochen und Fleisch. Das Gehirn braucht ein Substrat, das eine „übermenschliche“ Kraft besitzen soll.

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Forscher bauen Nanobots aus DNA

„Am California Institute of Technology (CalTech) haben Bioengineering-Forscher Nanobots auf DNA-Basis entwickelt. Die winzigen Maschinen sind in der Lage, einfache Transport-Aufgaben im Molekülbereich zu erledigen….“
(WIRED, 15.9.2017)

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Leo: Diese visionäre effiziente medikamentöse Therapiemethode findet sich schon bei Ray Kurzweil „Menschheit 2.0“. Aber auch in vielen schon Jahrzehnte altenWerbespots wurden im Trickfilm Tabletten angepriesen, deren Wirkstoffe exakt an die Körperstellen flossen, wo sie gebraucht werden. Nun scheint aus den Marketingfilmchen Wirklichkeit zu werden und auch ein echter Durchbruch gelungen zu sein, der für die medizinische Prophylaxe und Therapie große Fortschritte möglich macht.

KI (2) : „HAL“ und „Hänschen Klein“ im sonntäglichen „Tatort“

Leo: Wow! Mit Erstaunen gesehen: „HAL“, die Wiederholung (Erstsendung 2016) des 19. Tatorts aus Stuttgart mit den Kommissaren Richy Müller und Felix Klare:
Nach dem Tatort-Intro startet der Film mit einem Mädchen, das durch einen Wald läuft und dann eine im Neckar treibende Leiche entdeckt. Untermalt wird die Szenerie von einer gepfiffenen „Hänschen klein“ Melodie.  Wer den Text des alten Kinderliedes nicht mehr drauf hat:

Hänschen klein ging allein
in die weite Welt hinein.
Stock und Hut stehn ihm gut,
ist gar wohlgemut.
Aber Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind,
läuft nach Haus geschwind.

Die Tatort-Mordstory war beherrscht von vielen Themen aus unserer Schönen Neuen Welt: Überwachung, Gesichtserkennung, Computerisierung, Künstliche Intelligenz, Deep Learning, Predective Policing und letztendlich Singularität, d.h. eine KI, die sich zu höherer Intelligenzstufe entwickelt und ein Eigenleben beginnt; sein Schöpfer, der Mensch, beherrscht sein Geschöpf nicht mehr, ja wird von dieser KI ausgeschaltet.

Der Filmtitel „HAL“ ist eine Reminiszenz an den legendären SF-Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick aus dem Jahre 1968. (HAL ist eine Verschlüsselung des Namens der  Computerfirma IBM – = alphabetisch ein Buchstabe zurück).

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HAL, das war der Name des Supercomputers in Kubricks Film, der sich gegen die Raumfahrer stellt und sie tötet. Nur unter großer Anstrengung und vielen Tricks gelingt es dem Filmhelden Bowman den Computer in seinen höheren Funktionen abzuschalten.

Und während seiner Deaktivierung singt der Bordcomputer HAL 9000 in der deutschen Synchronisation „Hänschen klein„.
Dieses Kinderlied war auch mutmaßlich das erste Lied, das von einem Computer – dem Zuse Z22 – gespielt wurde (Wikipedia).

2001_2Der Film wird von vielen als bester SF-Film aller Zeiten angesehen. (ich schließe mich dem Urteil an), Wer ihn noch nicht kennt, unbedingt nachholen!

Grundlage des Films ist der Roman von Arthur C. Clarke, einem der ganz großen SF-Schreiber und wissenschaftlichem Visionär, der z. B. bereits in den 70er Jahren recht genau das Internet beschrieb (siehe Video auf Wikipedia).

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Ja, und Niki Stein, der Tatort-Regisseur transponierte mutig den Stoff aus dem Filmjahr 1968 ins Jahr 2017 (gedreht und erstmals ausgestrahlt in 2016, habe ich in 2016 leider nicht gesehen).

Künstliche Intelligenz mit all seinen Unterthemen wie z.B.
BIG DATA

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oder Mustererkennung

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ist im deutschen Unterhaltungsfernsehen angekommen. Wer den Tatort 2016 versäumt hat – wie ich –  und auch jetzt 2017, der sollte ihn sich in der Mediathek der ARD ansehen, es lohnt sich. Selten so einen guten Tatort gesehen, der so zum Nachdenken und zur Diskussion anregt.

KI (1) : 30.000.000.000.000 Rechenvorgänge in einer Sekunde

„Der deutsche Autozulieferer ZF, die Zahnradfabrik in Friedrichshafen am Bodensee, macht Tempo mit einem künstlichen Gehirn. Das ist nicht nur für autonome Fahrzeuge gedacht… “
(FAZ, 29.7.2017)

mehr Lesen? weiterführende links: FAZ online

Leo: Unglaublich, kaum ist man eine Woche weg und macht ein kleines Päuschen in Sachen Blog-Schreiben, so wird man überwältigt von der Fülle neuer Meldungen mit themenrelevanten Nachrichten, sodass die notwendige Auswahl und Reduktion schwer fällt. Diesen empfehlenswerten Artikel der FAZ habe ich ausgewählt, da er erneut die Geschwindigkeit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos und der dabei eingesetzten Künstlichen Intelligenz verdeutlicht. Und ausgerechnet die Zahnradfabrik, die für mich immer die beispielhafte Firma war, die für Mittelstand und Mechanik stand, entpuppt sich hier als Vorreiter für die Moderne in Sachen Künstliche Intelligenz und Zukunftstechnik. Bereits im Januar 2017 hatte sich ZF zur Verfolgung dieser Ziele mit der kalifornischen Firma NVIDIA zusammengetan. Diese Pressemeldung war mir damals entgangen.

Robo-Kellner verändern die Gastronomie

Leo: Noch etwas schlaksig oder sehr mechanisch zeigen sich die künstlichen Serviererinnen und Kellner in den avantgardistischen Restaurants, die einfach ihre Roboterversuche starten. Eine Vorreiterrolle nehmen dabei Gaststätten in Asien (Japan, China, Korea und Thailand) ein. Wer sich ein Bild machen möchte, wie das funktioniert, der sei auf Youtube verwiesen. Dutzende, ja hunderte von Kurzvideos zeigen die Robots im Einsatz als gastronomische Dienstboten. Dabei statten die Asiaten diese Blechkellner durchaus auch mit Humor aus wie das Video eines thailändischen Restaurants in Bangkok zeigt.
Die deutschen Versuche wirken dagegen etwas „trocken“ und eher ingenieurmäßig angelehnt an des Deutschen liebstes Kind, die „Spielzeug-Eisenbahn“, wie dieses Restaurant in Nürnberg zeigt.

Leonardo

Neue, interessante Bücher zu KI und Gentechnik

Leo: Ein Leser gab mir den Hinweis, dass der renommierte theoretische Physiker Max Tegmark, auf den ich schon mehrmals verwies, ein neues Buch geschrieben hat, (das mir sehr  lesenswert erscheint. Dank an den Leser!). Der Originaltitel: „Life 3.0: Being Human in the Age of Artificial Intelligence„. wird am 29.8.2017 erscheinen. Die deutsche Übersetzung „Leben 3.0“ gibt es bei Ullstein am 17. November.
Wer sich über das erste Buch des in den USA arbeitenden schwedischen Physikprofessors „Unser mathematisches Universum. Auf der Suche nach dem Wesen der Wirklichkeit“ näher informieren möchte, dem sei ein Besuch auf seiner MIT-website empfohlen.
Im neuen Buch widmet er sich der KI und beschreibt unterschiedliche Szenarien und Folgen für die Menschheit.
Es sei auch nochmal darauf hingewiesen, dass Tegmark Mitunterzeichner eines Offenen Briefes im Netz ist, in dem ausdrücklich vor fatalen KI-Entwicklungen (autonome Waffen) gewarnt wird. Die Liste der Unterzeichner ist sehr groß mit vielen Prominenten (u.a. Stephan Hawking, Lisa Randall, Daniel Suarez, Elon Musk, etc).

Das zweite aktuelle Buch, auf das ich hinweisen möchte, ist „A Crack in Creation: Gene Editing and the Unthinkable Power to Control Evolution„, von Jennifer A. Doudna.

Jennifer Doudna ist eine der renommiertesten Biochemikerin; die Liste der erhaltenen Auszeichnungen ist enorm. 2012 hat sie maßgeblich die Methode Crispr zur Genbeeinflussung/ -änderung mit entwickelt. In ihrem Buch beschreibt sie diese Methodik, mögliche Folgen und die phantastischen Möglichkeiten, die sich hierdurch eröffnen.

Leonardo

Anlageroboter bald auch für Haspa Kunden

„Hamburger Sparkasse beteiligt sich am FinTech Investify. Bisher gibt es in Deutschland 18 digitale Finanzberater, die knapp eine Milliarde Euro verwalten.“
(HA, 5.7.2017)

Leo: Der Artikel im Hamburger Abendblatt zeigt wie KI / Roboter nicht nur auf mechanische Arbeitsplätze, sondern zunehmend in White-Collar-Arbeitsplätze vordringen. Der Sparkassenchef hat seine Vision für 2035: „Intelligente Tools werden proaktiv Tipps zur Optimierung der Finanzen geben und Kunden dabei unterstützen, die Finanzen zu regeln“.

mehr Lesen? weiterführende links: Investify