Archiv der Kategorie: Robotik

Einladung zur CEBIT im Juni

In den letzten Tagen lag eine personalisierte Einladung zur CEBIT18 in Hannover in meinem Briefkasten. Zentraler Titel der diesjährigen Messe/ Show: Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung.

Und siehe da, die Hauptthemen scheinen wie von meinem Blog-Menü kopiert:

Artificial Intelligence (=Künstliche Intelligenz/KI)
Security (=Sicherheit)
Blockchain
VR/AR (=Virual Reality/ Augmented Reality) und Drohnen
Humanoid Robots (=Robotik)
5G (=neue Mobilfunktechnik) und Iot (=Internet of Things/ Internet der Dinge/ alles wird vernetzt)
Future Mobility (=Mobilität der Zukunft)

Na, dann scheine ich mit meiner Themenwahl für den Blog nicht so ganz falsch zu liegen. :-))

CEBIT18

(Leonardo)

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Elon Musks HeavyFalcon-Start erfolgreich, Tesla im Orbit und auf dem Weg zum Mars!

Mit nur wenig Verspätung wegen stärkerer Winde in höheren Lagen startete die Trägerrakete Heavy Falcon heute erfolgreich. Elon Musk kommentierte das phantastische Ereignis auf Twitter und veröffentlichte Fotos und Videos, erstellt im Kontrollzentrum. Ich muss sagen, mir bleibt die Spucke weg bei den Bildern, die man da zu sehen bekommt. 

Hier eine Auswahl:

so der Flugplan:

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Sanfte Rückkehr der seitlichen Trägerraketenstufen:

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Ein Tesla in der Erdumlaufbahn:

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ein Video gibt es bereits auf dem YouTube-Kanal von SpaceX zu sehen:

Live Views of Starman:

Fünf Stunden dauert nun der Flug bis zum Van Allen Gürtel, dann wird neu gezündet und beschleunigt Fahrt Richtung Mars aufgenommen. Was für ein Ereignis! Für meinen Geschmack erfährt dieses phantastische Projekt viel zu wenig Beachtung durch die Weltbevölkerung. Das war bei der Mondlandung noch anders. Wir haben das Staunen verlernt!

(Leonardo)

Kommen die „Schlachter-Bots“ (slaughter bots)?

Ich habe schon wiederholt von der wichtigen website „Future of Life“ berichtet. Sie wurde von namhaften Wissenschaftlern ins Leben gerufen, um aufzuklären und vor möglichen Fehlentwicklungen unserer Schönen Neuen Welt  zu warnen, ja zu gemeinsamen Gegen-Aktionen aufzurufen. Insbesondere liegt ihnen der Kampf gegen automatisierte Waffen, Robotersoldaten, etc. am Herzen, da sie die Entwicklung dahin als eine der größten Gefahren für die Menschheit sehen.

Vor kurzem veröffentlichten sie ein Video, das jeder gesehen haben sollte. Aber Vorsicht, es ist nichts für schwache Nerven:

https://www.youtube.com/watch?v=9CO6M2HsoIA

Natürlich ist das ein Film; eine Aufbereitung von möglichen, zukünftigen Verhältnissen. Aber die Darstellung ist sehr nahe an einer erreichbaren Wirklichkeit.
Das technische Knowhow für diese neuen Waffen ist vorhanden, wie Professor Stuart Russell am Ende des Videos erklärt.

Das Video soll auch Teil einer Kampagne gegen automatisierte und KI-gesteuerte Waffen werden. Bei den Vereinten Nationen soll letztendlich ein weltweites Verbot (Bann) erwirkt werden.

Das hört sich bedrückend schwach an, ist aber wohl unsere einzige Chance. Und das Zeitfenster schließt sich rasch“.

(Leonardo)

2.1.2018: Isaac Asimov wurde vor 98 Jahren geboren

Leonardo: Ehe der 2. Januar zu Ende geht, möchte ich noch an den heutigen 98.Geburtstag des großen russisch, amerikanischen Schriftsteller Isaac Asimov hinweisen.

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Er schrieb nicht nur überdurchschnittlich viele Science Fiction Erzählungen und Romane, von denen die meisten in die ewigen Bestsellerlisten wanderten, sondern auch studierter Chemiker hochgescheite populärwissenschaftliche Sachbücher und spannende kulturliterarische Essaies; so z. B. eine zweibändige,  sehr empfehlenswerte Arbeit über Shakespeare und sein Werk. Die Erstausgaben vieler seiner Bücher sind auch antiquarisch sehr gesucht und hoch bepreist.

Viele SF-Erzählungen behandeln das Eindringen von Robotern in unseren Alltag mit allen einhergehenden Drohungen und Gefahren. Asimov erfand und legte in diesen Geschichten seine berühmt gewordenen Robotergesetze nieder, die sich bis heute in unsere moderne Robotik-Welt gehalten haben, und deren Umsetzung und Beachtung als philosophische und praktische Herausforderung gilt.

Viele heutige, bekannte Persönlichkeiten, Wissenschaftler nennen immer wieder Asimov als Quelle und Ideengeber, sehr oft beziehen sie sich auf Asimovs großen „Foundation-Zyklus“.

Vor einem Jahr hatte ich auf diesem Blog bereits über Asimov berichtet.

Leonardo

Sophia erhält als erster Roboter (in?) Staatsbürgerschaft in Saudi Arabien

Leo: Nein, kein Witz, und es ist auch nicht der 1. April: Saudi Arabien hat dem schon recht gut mit menschlichen, weiblichen Gesichtszügen ausgestattetem Roboter Sophia von Hanson Robotics im Rahmen einer Veranstaltung staatsbürgerliche Rechte verliehen. Ausgerechnet Saudi Arabien, dem Land, das eben erst im September Frauen das Autofahren erlaubte, und wo Frauen erst seit diesen Tagen an großen Veranstaltungen teilnehmen dürfen. Aber vielleicht ist dieser Schritt mit der staatlichen Anerkennung der Roboterin Sophia nicht nur ein PR-Gag, sondern auch ein kleiner weiterer Schritt auf dem Weg zur rechtlichen Befreiung der Frau in Saudi Arabien.

Neugierig geworden auf Sophia? Einfach mal diese Videos ansehen.

Nr.1: von der Veranstaltung Future Investment Iniative in Saudi Arabien. „Charmant“ beantwortet darin Sophia die im Interview gestellten Fragen:

Nr.2: Sophia in Diskussion mit einem männlichen Kollegen:

 

und Nr.3: Sophia auf Reisen: im TV-Interview bei den Engländern:

 

Und plötzlich tauchen sie überall auf. Das Erwachen beginnt:´

Auch Fauna-Roboter demonstrieren erstaunliches:

 

Bei aller Bewunderung oder Erstaunen, das diese Videos auslösen, dürfen die warnenden Stimmen nicht überhört werden: dass diese Entwicklungen eventuell kein gutes Ende nehmen für die ganze Menschheit. Und diese warnenden Stimmen kommen nicht von irgendwem, sondern von renommierten, ernstzunehmenden Personen: Hawkins, Musk, Gates, etc… Daher der dringende Rat, sich dieses letzte Video anzusehen und drüber nachzudenken, was zu tun ist, um potentielle Horrorszenarien nicht Wirklichkeit werden zu lassen und den Dämon nicht zu befreien:

 

Wie auch immer, diese Videos eignen sich gut für Halloween im 21. Jahrhundert.

Leonardo

Shelleys Frankenstein im 21. Jahrhundert

Leo: Der kalte Sommer ( „Jahr ohne Sommer“ ) des Jahres 1816, mehr als 200 Jahre her, war Geburtsstunde von zwei Literaturgattungen, deren Anziehungskraft bis heute anhält.

Vor wenigen Wochen stöberte ich bei meinen regelmäßigen, bibliophilen Besuchen in meinen bevorzugten Buchhandlungen der Stadt zwei neue Buchausgaben auf:

FANTASMAGORIANA
Geisterbarbiere, Totenbräute und mordende Porträts„, herausgegeben von Markus Bernauer, erschienen bei Rippberger & Kremers:

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Aus dem Klappentext:

„Fantasmagoriana“ – so hieß eine französische Sammlung deutscher Schauergeschichten, die meisten dem romantischen >>Gespensterbuch<< entnommen. Diese Sammlung regte 1816 am Genfer See Mary Shelley zu „Frankenstein“ und Lord Byron und seinen Freund John Polidori zu den ersten Vampir-Erzählungen an. Die Nacht der gemeinsamen Lektüre von „Fantasmagoriana“ durch die jungen Briten im Jahr ohne Sommer inspirierte fast 200 Jahre später Ken Russell zu den phantastisch-surrealistischen Bildern seines Kultfilmes >>Gothic<<. Die herausragende Sammlung erscheint hier erstmals mit den deutschen Originalen.

und

„Der Vampir“ von J. W. Polidori / Lord Byron, herausgegeben von Reinhard Kaiser, erschienen im C.H.. Beck Verlag textura:

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auch hier der Klappentext:

Im kalten Sommer des Jahres 1816 mit seinen endlosen Regenfällen und schauderhaften Gewittern betraten gleich zwei >>Gespenster<< die Bühne der Literatur, die aus den Medien mittlerweile nicht mehr wegzudenken sind: der künstliche Mensch des Dr. Frankenstein und der blutsaugende Vampir. Letzterer ist Protagonist zweier Erzählungen von Lord Byron und seinem Leibarzt John Polidori, die hier erstmals, neu übersetzt von Reinhard Kaiser, auf Deutsch in einem Band vereint sind.
Hervorgegangen sind die beiden Stücke aus einem Wettbewerb im Gespenstergeschichten Schreiben, den Byron initiiert hatte. Während dessen eigene Erzählung aber Fragment geblieben ist, wurde „Der Vampir“ von Polidori von einem geschäftstüchtigen Verleger später unter Byrons Namen veröffentlicht und schuf so den modernen Mythos des literarischen Vampirs, der keineswegs nur ein Gewalttäter, sondern auch ein Edelmann und Verführer ist. Auch Goethe hat sich täuschen lassen. Er las Polidoris Erzählung und nannte sie >>Byrons bestes Produkt<<
John William Polidori (1795-1821) begleitete den britischen Dichter Lord Byron (1788-1824) im Sommer des Jahres 1816 als Leibarzt an den Genfer See, wo die beiden auf Percy und Mary Shelley, die spätere Autorin des Frankenstein, trafen und sich mit einem folgenreichen Wettbewerb im Gespenstergeschichten Schreiben die Zeit vertrieben.

Mary Shelley also, gewann vor 200 Jahren diesen Schreibwettbewerb mit ihrem Frankenstein:

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Dieser Roman gilt als Auslöser für die bis heute anhaltende Welle an phantastischer Literatur und als „Geburtshelfer“ der nachfolgenden Myriaden an technologischen Geschichten, die erst im 20. Jahrhundert den Genre-Namen „Science Fiction“ erhalten sollten. Frankenstein, der Prototyp des künstlichen Menschen, an dem in unseren Tagen so vehement hard- und softwaremäßig gearbeitet wird.

Und plötzlich taucht Mary Shelley für mich in diesen Tagen erneut auf :
Bei meinen Surfgängen durch die Netzwelt stoße ich auf die Seite Shelley.Ai.

Rechtzeitig zu dem bevorstehenden Halloween wird dort ein KI-Algorithmus vorgestellt, der beim Schreiben von Gespenstergeschichten hilft!
Bei einem meiner letzten Blog-Beiträge habe ich von intelligenter Software (Stichwort „Bestseller Code“ und „Qualifiction“ ) berichtet, die Texte lesen kann, analysiert und einigermaßen zuverlässig Bestseller voraussagen kann.
Nun also die nächste Stufe: SCHREIBEN von Belletristik, Schreiben der beliebten Gespenstergeschichten.
Klugerweise führt das hochkarätige Entwicklerteam vom MIT Media Lab SHELLEY nicht als separat schreibende Konkurrenz zu den menschlichen Autoren ein, sondern als Schreibhelfer, der Inspiration für die eigene Phantasie bieten soll. So sollen also die Geschichten in Kooperation und im dauernden Wechselspiel zwischen Mensch und Algorithmus geschaffen werden. Pfiffig: Als automatisierte Schnittstelle wurde einfach die Plattform Twitter einbezogen. Hierüber kann im Wechselspiel die Geschichte erarbeitet werden. So werden im 21. Jahrhundert phantastische Erzählungen geschrieben! Die Autorenschaft haben bei dieser Literaturschaffung SHELLEY und eine wechselnde Menge an Menschenautoren (Twitterer)  gemeinsam, denn jeder kann sich aufschalten und „mitschreiben“. Die Geschichten sind sofort öffentlich und werden bereits bei der Entstehung mitgelesen, ob auf Twitter oder auf der SHELLEY-Seite. Auch Lob und Kritik kann sofort über Twitter die Geschichten beeinflussen.

Erst seit dem 23. Oktober ist SHELLEY auf Twitter „aufgetreten“. Beeindruckend wieviel Geschichten bereits am Laufen sind.

Die Fortschritte der KI auf dem geisteswissenschaftlichen Sektor sind immens.  In Sachen Literatur startete sie zunächst als Leser und Kritiker, und nun also als kreativer Schreiber. Wir erleben hier hautnah die Entstehung einer neuartigen Literaturgattung, geschaffen von kooperierenden Autorengruppen zusammen mit einem intelligenten Programm. SHELLEY hat mit Sicherheit alles Wesentliche des Genres „gelesen“, „kennt“ erfolgreichen Stil und Form und „weiß“, wie man die Leser zum Schaudern bringt. Und bei der laufenden „Zusammenarbeit“ mit den Menschen wird es weiter lernen und seine Kenntnisse verfeinern.
Irgendwann wird es anfangen, die Geschichten alleine zu schreiben.

Ich bin selbst sehr überrascht über die Geschwindigkeit und Wucht der Entwicklungen, trotzdem ich sie ja stets auf diesem Blog angekündigt habe.

Leonardo

Bodyhacking: Cyborgs in Hamburg

„Dieser „Cyborg“ öffnet Türen mit einem Chip unter der Haut.
Der Hamburger Patrick Kramer ist einer von rund 4000 deutschen Bodyhackern. Statt Schlüssel trägt er einen Mikrochip in seiner Hand….“
(HA, 5.10.2017)

Leo: Die Cyborgs sind längst unter uns, und es werden immer mehr. Ja, es könnte zur „Mode“ werden oder zum „Hype“ sich ausweiten.
In einem längeren Artikel berichtet das Hamburger Abendblatt über Dr. Patrick Kramer in Bergstedt, einem der nordöstlichen Stadtteile in Hamburg, der sich einen Chip unter die Haut setzen liess. Diese Erweiterung erleichtert ihm u.a. einige  Schlüsseldienste. Er sperrt damit z. B. seine Wohnung und sein Auto auf. Doch damit sind die Möglichkeiten längst nicht erschöpft: er hat auf dem Implantat seine digitale Visitenkarte, sein Social-Media-Profil, einen medizinischen Notfallpass mit Adressen, Blutgruppe, Krankenkasse. Mit eingesetzten elektronischen Implantaten setzt Dr. Kramer auf eine Zukunft, die den Cyborg, also eine Mischung oder Erweiterung des Menschen mit elektronischen Bauteilen, auf die nächste menschliche Entwicklungsstufe heben soll. Bereits seit drei Jahren lebt Kramer mit dem Fremdteil in seinem Körper. Nebenwirkungen gab es anscheinend nicht.
Patrick Kramer vermarktet sich selbst und seine Cyborg-Existenz, siehe seine homepage, und hat eine neue Firma -„DIGIWELL„- gegründet : Geschäftsmodell „Upgrade your Body“.

Leoonardo