Schlagwort-Archive: Robotik

Künstliche Muskeln mit Riesenkräften

„Forscher der Columbia University konnten einen synthetischen Muskel realisieren , der das Tausendfache seines eigenen Gewichts anheben kann.“…

mehr Lesen? weiterführende links:  PC-Welt und Mail-Online

Leo: Die Muskeln werden mit 3D-Druckern gedruckt. Die Herstellung des modernen Frankenstein nimmt Fahrt auf. Nach der Nachbildung des Denkens und des Geistes geht es auch um Knochen und Fleisch. Das Gehirn braucht ein Substrat, das eine „übermenschliche“ Kraft besitzen soll.

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KI (2) : „HAL“ und „Hänschen Klein“ im sonntäglichen „Tatort“

Leo: Wow! Mit Erstaunen gesehen: „HAL“, die Wiederholung (Erstsendung 2016) des 19. Tatorts aus Stuttgart mit den Kommissaren Richy Müller und Felix Klare:
Nach dem Tatort-Intro startet der Film mit einem Mädchen, das durch einen Wald läuft und dann eine im Neckar treibende Leiche entdeckt. Untermalt wird die Szenerie von einer gepfiffenen „Hänschen klein“ Melodie.  Wer den Text des alten Kinderliedes nicht mehr drauf hat:

Hänschen klein ging allein
in die weite Welt hinein.
Stock und Hut stehn ihm gut,
ist gar wohlgemut.
Aber Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind,
läuft nach Haus geschwind.

Die Tatort-Mordstory war beherrscht von vielen Themen aus unserer Schönen Neuen Welt: Überwachung, Gesichtserkennung, Computerisierung, Künstliche Intelligenz, Deep Learning, Predective Policing und letztendlich Singularität, d.h. eine KI, die sich zu höherer Intelligenzstufe entwickelt und ein Eigenleben beginnt; sein Schöpfer, der Mensch, beherrscht sein Geschöpf nicht mehr, ja wird von dieser KI ausgeschaltet.

Der Filmtitel „HAL“ ist eine Reminiszenz an den legendären SF-Film „2001 – Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick aus dem Jahre 1968. (HAL ist eine Verschlüsselung des Namens der  Computerfirma IBM – = alphabetisch ein Buchstabe zurück).

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HAL, das war der Name des Supercomputers in Kubricks Film, der sich gegen die Raumfahrer stellt und sie tötet. Nur unter großer Anstrengung und vielen Tricks gelingt es dem Filmhelden Bowman den Computer in seinen höheren Funktionen abzuschalten.

Und während seiner Deaktivierung singt der Bordcomputer HAL 9000 in der deutschen Synchronisation „Hänschen klein„.
Dieses Kinderlied war auch mutmaßlich das erste Lied, das von einem Computer – dem Zuse Z22 – gespielt wurde (Wikipedia).

2001_2Der Film wird von vielen als bester SF-Film aller Zeiten angesehen. (ich schließe mich dem Urteil an), Wer ihn noch nicht kennt, unbedingt nachholen!

Grundlage des Films ist der Roman von Arthur C. Clarke, einem der ganz großen SF-Schreiber und wissenschaftlichem Visionär, der z. B. bereits in den 70er Jahren recht genau das Internet beschrieb (siehe Video auf Wikipedia).

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Ja, und Niki Stein, der Tatort-Regisseur transponierte mutig den Stoff aus dem Filmjahr 1968 ins Jahr 2017 (gedreht und erstmals ausgestrahlt in 2016, habe ich in 2016 leider nicht gesehen).

Künstliche Intelligenz mit all seinen Unterthemen wie z.B.
BIG DATA

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oder Mustererkennung

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ist im deutschen Unterhaltungsfernsehen angekommen. Wer den Tatort 2016 versäumt hat – wie ich –  und auch jetzt 2017, der sollte ihn sich in der Mediathek der ARD ansehen, es lohnt sich. Selten so einen guten Tatort gesehen, der so zum Nachdenken und zur Diskussion anregt.

Robo-Kellner verändern die Gastronomie

Leo: Noch etwas schlaksig oder sehr mechanisch zeigen sich die künstlichen Serviererinnen und Kellner in den avantgardistischen Restaurants, die einfach ihre Roboterversuche starten. Eine Vorreiterrolle nehmen dabei Gaststätten in Asien (Japan, China, Korea und Thailand) ein. Wer sich ein Bild machen möchte, wie das funktioniert, der sei auf Youtube verwiesen. Dutzende, ja hunderte von Kurzvideos zeigen die Robots im Einsatz als gastronomische Dienstboten. Dabei statten die Asiaten diese Blechkellner durchaus auch mit Humor aus wie das Video eines thailändischen Restaurants in Bangkok zeigt.
Die deutschen Versuche wirken dagegen etwas „trocken“ und eher ingenieurmäßig angelehnt an des Deutschen liebstes Kind, die „Spielzeug-Eisenbahn“, wie dieses Restaurant in Nürnberg zeigt.

Leonardo

Anlageroboter bald auch für Haspa Kunden

„Hamburger Sparkasse beteiligt sich am FinTech Investify. Bisher gibt es in Deutschland 18 digitale Finanzberater, die knapp eine Milliarde Euro verwalten.“
(HA, 5.7.2017)

Leo: Der Artikel im Hamburger Abendblatt zeigt wie KI / Roboter nicht nur auf mechanische Arbeitsplätze, sondern zunehmend in White-Collar-Arbeitsplätze vordringen. Der Sparkassenchef hat seine Vision für 2035: „Intelligente Tools werden proaktiv Tipps zur Optimierung der Finanzen geben und Kunden dabei unterstützen, die Finanzen zu regeln“.

mehr Lesen? weiterführende links: Investify

Das „MIT“ (Massachusetts Institute of Technology) baut autonome Drohnen, die beides können: Fliegen und Fahren

Leo: Seit einiger Zeit bereits versuchen viele Forscher in der Welt, dem Auto das Fliegen beizubringen und sind auf gutem Wege, diesen Traum zu verwirklichen. Ich habe auch schon mehrfach darüber berichtet.
Forscher an MIT’s Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory, zäumen nun das Pferd von hinten auf und bringen den fliegenden Drohnen das Fahren auf der Erde bei. Die Synthese beider Forschungsrichtungen wird unseren Traum Wirklichkeit werden lassen.

Mehr Informationen? MIT-Youtube

Und wer gerne sehen möchte, was heute bereits mit Drohnen alles möglich ist, nehme sich 10 Minuten Zeit und sehe sich dieses YouTube-Video an.

Tolle Welt vor der wir stehen?

Beim Betrachten des Videos wurde ich stark an meine Lektüre von Kill Decision vor wenigen Jahren erinnert, geschrieben von  Daniel Suarez, einem von mir sehr geschätzten SF-Autor, einem Jules Verne unserer Tage, der mit großer visionärer Kraft die Entwicklungen unserer Zeit voraussieht und sie in spannende Thriller formt. Aber er sieht sich nicht als einfacher Unterhaltungsschriftsteller, sondern möchte vor Missbrauch warnen und sieht die immens gestiegenen Gefahren, die hochentwickelte Technik heute für die Menschheit aufbaut und bereithält. Ein Vortrag in Edinbourgh macht das deutlich:

 

Roboter sollten keine tödlichen Entscheidungen treffen…
Weder autonome Drohnen, noch Robo-Soldaten  im militärischen Einsatz, noch KI’s bei Cyberattacken oder selbstfahrende Autos.

Ein wachsendes philosophisches Dilemma unserer Zeit!

Das neue Buch von Suarez „Change Agent“ ist in den USA im April erschienen; die deutsche Ausgabe BIOS ist für November angekündigt. Zentrales Thema: Crispr Gen-Technologie und ihre kriminelle Nutzung.

Leonardo

 

 

Erster Roboter-Polizist im Einsatz

„In Dubai unterstützt ein Robocop die Beamten – bis 2030 sollen die Maschinen eine ganze Wache ersetzen“ …“Japan will elektronischen Krankenpfleger einsetzen…“

(die Berliner Morgenpost berichtet  über erste Einsätze von Robotern in sozialen Berufen, 1.7.2017)

mehr Lesen? weiterführende links: Morgenpost

Leo: Es wird zunehmend Zeit, über das bedingungslose Grundeinkommen für alle (Menschen) nachzudenken und zu diskutieren; die Arbeitswelt wird rasch von KI und Robotern übernommen werden. Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein beginnt damit.

mehr Lesen? weiterführende links: Welt-online

Leo: Über die Möglichkeit und evtl. drohende Gefahren der Singularät (Wenn Maschinen intelligenter werden als Menschen) wird nicht nur in den USA diskutiert, sondern auch in Europa. Eins greift ins andere: Künstliche Intelligenz, die unsere übersteigt,  eingesetzt in Maschinen, die geistige Arbeiten ausführen, verdrängt sie uns aus der Arbeitswelt. Der Weg geht nicht zur Vollbeschäftigung, sondern eher zum kompletten Gegenteil.

mehr Lesen? weiterführende links: 

„Wenn Maschinen intelligenter werden als Menschen. Ist die Macht der künstlichen Intelligenz Nonsens? Oder müssen wir uns auf ein Endzeitszenario vorbereiten? Zukunftsdebatten an einem Stammtisch der Schweizer Digitalelite.“

(Neue Züricher Zeitung, 1.7.2017)

Die Pi-mal-Daumen-Studie

Analyse und Meinung: „Eine düstere Warnung hat sich verselbständigt: Angeblich ist jeder zweite Arbeitsplatz durch die Digitalisierung bedroht. Wer bietet mehr?… “
(DIE ZEIT N° 11, 9. März 2017)

mehr Lesen? weiterführende links:  SZ und Oxford-Studie

Leo: Der Zeit-Autor setzt sich in einem umfangreichen Artikel kritisch mit der mittlerweile berühmt gewordenen Oxford-Studie von 2013 auseinander, die eine angstschürende Entwicklung der weltweiten Arbeitsplätze ergeben hat und von vielen immer wieder zitiert wird, um damit zur Diskussion und Lösungssuche  anzuregen (u.a. auch von dem Philosophen Richard David Precht und dem Informatiker Manfred Broy (s.a. Die Zeit N°5)).
Der Autor schwächt die Aussagen der Studie ab, ja spricht ihr tiefgehende Wissenschaftlichkeit ab.
Ich bin da nach wie vor eher skeptisch und denke, dass es doch zu größeren Verwerfungen bei den Arbeitsplätzen kommen wird. Das dynamische Eindringen der Robotik in unseren Alltag, in unsere Fabriken und Unternehmungen erfolgt nach den Gesetzen des exponentiellem Wachstum und wird für viele überwältigend sein.