Schlagwort-Archive: technische Singularität

Blick über den Tellerrand

Leo: Ich habe ein paar wenige, aber wichtige  Ergänzungen am Blog vorgenommen, wie die meisten sicher bereits entdeckt haben:

  • Die Beiträge werden mit Schlagworten/ Tags versehen; damit können die verwendeten Tags quantifiziert werden, und die Beiträge auch nach den meist verwendeten Schlagworten über die Schlagwort-Wolke auf der rechten Seite selektiert werden. Der Leser hat damit eine zusätzliche Filterfunktion.
  • Ich habe mit der Sammlung wichtiger Links (inke Spalte) begonnen, auf die dauerhaft verwiesen wird. Neben dem link zu dem Blog meiner Tochter finden sich  wichtige, empfohlene Weblinks zu den Kernthemen des Blogs (Singularität). Dies gibt dem Leser Gelegenheit über den eingeschränkten Horizont, die uns die Artikel des Abendblattes und der ZEIT bieten, hinauszublicken. Dort werden wir konfrontiert und erfahren die Umwälzungen, die unsere heimischen Medien und vor allem unsere Durchschnittsalltags-Wahrnehmung erst mit einer Verzögerung erreichen.
    Gelegentlich werde ich diese links ergänzen.

Leonardo

Homo Deus

Leo: Ich möchte auf die Erscheinung eines Buches hinweisen, das recht interessant zu werden verspricht. Ich habe von dem Buch und seinem Autor in der letzten Aspekte-Sendung vom vergangenen Freitag erfahren. Dort wurde ein kurzes Interview mit dem Autor  Yuval Noah Harari (Historiker), einem israelischen Professor, der mit seinem letzten Buch „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ bereits einen Welterfolg hatte.

Und nun „Homo Deus„. Eine Geschichte von Morgen.

Thematisch folgt er den Darlegungen in  Ray Kurzweil‘s Buch „Menschheit 2.0“ von 2005, also dem baldigen Eintritt der technologischen Singularität.
Harari setzt sich mit den möglichen Folgen für die Menschheit auseinander.

Bemerkenswert für mich, dass sich die Kultursendung Aspekte mit der Thematik beschäftigt und dass diese Entwicklung sich nun auch rasch in den Bereichen außerhalb der Wissenschaft/Technik breit macht.
Leo’s Prognose: bereits gegen Ende der ersten Jahreshälfte des Jahres 2017 wird das Thema Singularität (KI übertrifft die menschliche Intelligenz) dominierendes Thema auf allen TV-Kanälen sein, alle Talk-Sendungen durchlaufen und zu Serien-Dokus mit öffentlichen Diskussionen führen.

Leonardo

ERFINDUNGEN FÜR DIE ZUKUNFT: REVOLUTION DER ROBOTER

…. und noch kurze Zeit eine erschreckende These zum Thema Robotik auf N24
Empfohlen von TVTODAY heute | 21:05-22:05 | N24
Bestimmt findest du dies auch in der mediathek. Unbedingt anschauen. Unbelievable.
Leo: Ja, vielen Dank an die Leserin! Ich habe diese Doku heute in der N24 Mediathek gefunden und sie mir angesehen, ich kann sie nur empfehlen. Diese 45 min Doku führt uns eine mögliche nahe Zukunft vor. Dramatische Veränderungen für den Menschen lassen schauern. Roboter an der Grenze zur Ebenbürtigkeit zum Menschen. Sie werden Bewusstsein, vielleicht ein anderes als unseres, entwickeln. Wenn sie uns in Sachen Intelligenz nicht vielleicht sogar überflügeln. Die Technische Singularität kommt näher. Nur, was dann?
Dieses Thema der Singularität wird uns noch mehr beschäftigen, auch auf diesem Blog.
Der Leser möge sich selbst ein Bild machen. Wer die Sendung auf der Mediathek nicht versäumen will, sollte sich beeilen. Der Film steht noch 28 Tage zur Verfügung.
Zu diesem Themenkomplex gibt es auch eine Vielzahl empfehlenswerter Literatur. Ich werde demnächst einen speziellen Beitrag auf der BÜCHERSEITE einstellen.

Trailertext:

Was macht den Unterschied zwischen Mensch und Maschine aus? Die Erforschung unseres Gehirns schreitet stetig voran. Neben der Medizin profitiert auch die Roboter-Technologie von deren Erkenntnissen, die komplexen Strukturen des menschlichen Verstands dienen ihr als Vorbild. Welche Vorteile könnte diese Technik für unseren Alltag bedeuten? Golden Globe- und Emmy-Gewinner James Woods klärt auf, ob sich unsere physischen Fähigkeiten durch elektronische Implantate optimieren lassen.

Habe einzelne Filmclips von James Woods auch auf YouTube entdeckt; wenn mich nicht alles täuscht, ist dieser Zusammenschnitt auf N24 schon 3 Jahre alt.

…Insofern bin ich gespannt, an welchen Stellen wir unsere Schnittmengen entdecken?

Leo: Mit Sicherheit gibt es Interessensschnittmengen. Eine, die ich im Moment sehe, ist die Digitalisierung der Finanz-/ Börsenbranche, da sie auf Katastrophenkurs fährt. Die Börsen sind ziemlich „kaputt“. Der Mensch wird immer mehr ausgekoppelt; 70-80% der Aktivitäten werden bereits durch immer intelligentere Arithmetiken beherrscht, die sich gegenseitig wirtschaftsbekriegen. Auf Sicht entgleitet das unserer menschlichen Kontrolle. Wir können nicht hoffen, dass diese Konsequenzen erst Nachfolgegenerationen ereilen. Aufgrund der exponentiellen Kurven, die all diesen Prozessen zugrunde liegen, passieren diese disruptiven Wandlungen zu unseren Lebzeiten. Und wir befinden uns im aufsteigenden Knick, nicht auf der langen Geraden, d. h. die Geschwindigkeit der Veränderung nimmt gleichfalls exponentiell zu.

Zweitens wird die steigende technologische Vormachtstellung und jetzt auch noch Trump zu ausweitenden Missbräuchen in Sachen Überwachung, politischer Erpressung und Unterdrückung führen.
Drittens und für mich die größte Bedrohung liegt im Zulaufen auf die technologische Singularität (wir schaffen etwas, was intelligenter ist als wir) und die Folgen daraus sind sehr unbestimmt.
Generell verspricht die Digitalisierung der Wirtschaft, unseres Lebens paradiesische Zustände, aber was wir sehen, spüren, und erleben, ist eher eine zweite Vertreibung daraus.

Leser: einverstanden! Problem erkannt! Aber (und das ist für mich viel wichtiger), was ist die Lösung? Für die Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen? Die verheerenden Folgen der Digitalisierung der Finanzmärkte ließen sich ja relativ einfach einschränken, indem die rechtlichen Rahmenbedingungen verändert werden. Da fällt mir zuallererst der Sekundenhandel ein – für wen oder was ist das eigentlich nützlich? Back to the roots!

Und wenn die Verknüpfung zwischen privaten Banken und den Staaten so stark sind, dann müssen die Banken (wie bei Unternehmenskrediten auch) die Konsequenzen tragen. Allein! Ohne Steuerzahler! Der Weg dahin ist lang und sehr steinig. In Italien würde das zu riesigen Verwerfungen führen. Nur, wenn keiner damit beginnt, dann platzt tatsächlich irgendwann eine Blase, die größer ist als alles andere vorher. Das wird nicht nur Europa aus der Bahn werfen.
Also, was tun? Gold, Immobilien, Nahrungsmittel…?
Leo: die Frage „was tun?“ stellt sich bei vielen Themen dieser Digitalisierungsdebatte, denn nicht nur der Finanzbereich wird kritisch. Da gibt es noch viel Diskussionsstoff.